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Autor Thema: Die Träumerei einer NEUEN SCHULE hat begonnen!  (Gelesen 1023 mal)
Doris Getreuer
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Beiträge: 5


« am: November 02, 2009, 05:14:43 »

Mein größtes Ziel ist, an einem Umdenken beizutragen, an einer NEUEN SCHULE beizutragen, in der die Liebe zu sich selbst und zum Nächsten der Boden allen Schaffens ist, in der jeder einzelne Mensch sich wahrgenommen, angenommen und wertvoll fühlen kann. Das sind die Grundpfeiler jeder Kreativität, jeden Erfolgs und jeder Freude! Ja, das klingt wie ein Traum. Allein, wenn immer mehr Menschen mit mir mitträumen, sich gut fühlen dabei, hoffen und sich dann vielleicht auch dafür einsetzen, kann der Traum wahr werden - irgendwie, irgendwo, irgendwann! Und wenn der Traum nicht wahr wird, dann hatten viele Menschen gute Gefühle - schlecht?
 
Viele Menschen aus den verschiedensten Ländern haben mir schon ihre Träume und Wünsche, neue Projekte und Projektideen geschickt: www.zfr.at

Ich empfange gerne Neues: doris@getreuer.at

Alles Liebe
Doris Getreuer


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xafer
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Beiträge: 4


« Antworten #1 am: Dezember 10, 2009, 09:20:00 »

Ihre Träume, liebe Frau Doris sind ja schön, aber mit Träume werden wir die Schule, so fürchte ich, keineswegs verändern. Leider muss man etwas profaner denken und der tristen Realität ins Auge schauen!
Vor kurzem berichtete eine große Tageszeitung, dass Firmeninhaber, welche Lehrlingskanditaten testeten, arge Mängel bei Sprach- und Rechenkenntnissen feststellen mussten!
Dies bestätigt erneut, was Salchers Buch " Der talentierte Schüler und........" berichtet, nämlich, dass neben dem hohen Analphabeten Anteil der Hauptschulabgänger ( etwa 20%!) auch das allgemeine Bildungsniveau erschreckend niedrig ist!
Es kann mir niemand einreden, dass hier keine oder zumindest teiweise Abhilfe geschaffen werden kann. Man muss endlich von alten erfolglosen Methoden abgehen und was Neues ausprobieren bzw. muss man neue Varianten des Lehrens und Lernens so lange probieren, bis sich wenigstens ein Teilerfolg einstellt!
Ist der Anteil der total "Lernunwilligen" wirklich so hoch, sodass diesen Jugendlichen wirklich nichts beizubringen ist, oder gibt man zu früh auf?
Wie wäre es z. B., wenn man sich in den Pflichtschulen einmal auf die Muttersprache Deutsch konzentrieren  und alle anderen Fächer diesem Ziel unterordnen würde?
Wichtig wäre demnach nur, dass die Schüler Lesen und Schreiben ordentlich lernen und in verschiedenen Arten der "Logik" unterrichtet werden. Damit meine ich eine mathematische Logik ( Grundrechnungsarten) als auch eine Form der geisteswissenschaftlichen Logik ( philosophische Logik), welche z.B. durch die "Kausalität" zum Ausdruck kommt.( logisches Denken)
Für die Lerngegenstände wie Geschichte, Geographie, Naturkunde, Physik usw. müssen unbedingt neue Lehrbücher entwickelt werden, welche die Lehrinhalte( "Stoff" ist ein grausliches Wort!) verstärkt in "erzählender" Form präsentieren sollten. Meine Herrschaften das geht!
Warum das? Weil die Schüler die Inhalte besser verstehen würden und sie vorallem zum "Lesen" angehalten werden.
Aber es geht weiter: Schüler hat Auftrag ein gewisses Kapitel zu lesen, das Wichtigste daraus schriftlich/mündlich  wieder zu geben.(Referat, das auch abgelesen werden kann) Durch das Lesen, Selektieren und Wiedergeben ist der Schüler aktiv in den Lernprozess eingebunden, ein ganz wesentlicher Bestandteil der zukünftigen Lehrmethode! (Didaktik) Ja, sie ist die "Zauberformel" dafür.

Wenn man sich den Unterricht in Englisch ansieht, so sind die Kenntnisse nach Absolvierung der Pflichtschule sehr bescheiden, vorallem was die Fähigkeit des Sprechens, also der Konversation anbelangt. Die Jugendlichen trauen sich kaum einen Satz zu sprechen, obwohl sie die ganze Zeit über mit grammatikalischen "Feinheiten" und Details "traktiert" worden sind!
Daher mein Verlangen: Grammatik nur so viel, als unbedingt notwendig, hingegen Schwerpunkt auf sprachliche "Idiomatik" ( Spracheigentümlichkeiten, feste Redewendungen) legen und somit ein "Gefühl" für die Ausdrucksweisen der englischen Sprache entwickeln.
Warum ich das weiß? Weil ich selbst fast ein Jahr in England war, dort eine Sprachschule besucht habe und jahrelang mit einem Engländer korrespondiert und persönlich gesprochen habe, wenn wir anläßlich von gegenseiteigen Besuchen zusammen getroffen sind. Glauben Sie mir, eine Konversation über alltägliche Themen verläuft viel einfacher, als man sich das vorstellt. Denn wie man weiß, verwenden die Leute gesprächsweise die kürzesten und einfachsten Formen einer Sprache, ja sie verwenden oft nur einzelne Wörter oder Wortgruppen und jeder weiß, was man meint!
Diese Art der Konversation kann die Schule anscheinend nicht vermitteln!
Wen es interessiert, zu dem komme ich und zeige, wie`s geht.

Ich mache jetzt Schluss. Fazit: Man muss unbedingt neue Wege gehen, um eine "neue" Schule allmählich zu installieren. Bis jetzt ist das nur ein Traum, da stimme ich mit Frau Doris überein.

Mit freundlichen Grüßen

xafer
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Doris Getreuer
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Beiträge: 5


« Antworten #2 am: Dezember 13, 2009, 08:55:30 »

"Ihre Träume, liebe Frau Doris sind ja schön, aber mit Träume werden wir die Schule, so fürchte ich, keineswegs verändern. Leider muss man etwas profaner denken und der tristen Realität ins Auge schauen!"
Lieber Herr Xafer - wenn Sie wüssten, wie oft ich schon "man muss" gesagt habe - das Problem war nur - man hat mich nicht gehört, und ich fürchte, ich bin nicht die einzige Lehrerin, Mutter, Pädagogin, Legasthenietrainerin, ..., die sich mit diesen Worten Gehör verschaffen wollte! Die Träumerei geht jetzt schon über fast alle Grenzen ;-), viele Menschen fühlen sich wohl, mit ihren Träumen, sie ahnen nicht, wie viele Dankemails ich für diese Idee schon bekommen habe und damit habe ich eigentlich schon mein Ziel erreicht!
Ich stimme mit Ihnen überein, dass die SchülerInnen quasi "aktiver" lernen sollten - ich sage da ja immer "lernen lassen" dazu!
Damals, als ich das Montessori-Gymnasium in Wien mitaufgebaut habe, habe ich gesehen, wie die Augen von SchülerInnen strahlen, wenn man sie lernen lässt! In einer vorbereiteten Umgebung suchen sie sich ihr nächstes Thema (Lernstoff) aus, wählen ihre Lernpartner selbst und bekommen die Zeit, die sie dafür brauchen. Sie motivieren sich dadurch selbst: Dem Interesse folgt die Motivation! Sie lernen gerne, es macht ihnen Spaß und sie sind mit sich selbst zufrieden, wenn sie stolz auf ihre Arbeit schauen. Sie bauen so ihren Selbstwert und ihre Persönlichkeit immer mehr auf und die LehrerInnen unterstützen, wo Unterstützung gebraucht wird. Sie kommen damit in ihre Selbstständigkeit und Verantwortung. Wie viel mehr lässt sich so lernen!
Ja - man kann auf so viele Arten Schreiben lernen .... - Selbstausdruck üben ... - aber nicht in unserem engen Schulsystem - leider!
Ich habe zu diesem Thema einen Artikel geschrieben: http://www.ihr-einkauf.com/de/content/gedanken-einer-lehrerin

Alles Liebe
Doris
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xafer
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Beiträge: 4


« Antworten #3 am: Dezember 17, 2009, 10:06:25 »

Liebe Frau Doris!

Tja, bei Ihnen "rennt" man offene Türen ein, was etwa "aktives Lernen" betrifft und welchen positiven Effekt dieses haben kann, wie z.B. die Erhöhung des Selbstwertgefühls und die vermehrte Freude am Lernen.
Die idealste Form des Lernens wäre : Durch Gewinnung von "Kenntnis" Erlangen von "Erkenntnis".
Konrad Lorenz sprach vom "Leben" als einen erkenntnisgewinnenden "Prozess".
Aber wie kann man die Neugier von Schüler, etwas Neues und Interessantes zu erfahren, wecken und stabil halten?
Dies zu bewerkstelligen, darin dürfte die große Kunst des Lehrenden liegen. Ich kann nur mutmaßen, weil ich selbst kein Lehrer bin. Hier fällt mir das Sprichwort ein: "Es allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann." ( oder so ähnlich) Aber, der Wille geht für`s Werk und jeder, der sich redlich bemüht, sei dafür bedankt. Dazu gehört eben auch, dass man sich nicht nur 100% nach den "Vorschriften" hält, sondern als Lehrer seine eigenen Vorstellungen und Ideen entwickelt, wie man seine Stunde interessanter machen könnte. Viele Lehrer werden jetzt "aufschreien" und sagen, das mache ich ohnehin! Hier komme ich unweigerlich auf die schon von mir im vorigen Beitrag eingebrachte Idee der aktiven Schülerbeteiligung am Unterricht zurück. Ist sie schon 100% verwirklicht? Ich meine, ständiges Bemühen und Verbessern ist hier gefragt.
Ja, und ein wenig Humor sollte auch nicht fehlen, das lockert die Stunde auf. Leichter gesagt, als getan, was viele Lehrer betrifft, denn der Sinn für Humor ist nicht jedem gegeben.
Was ich letztens noch vergessen habe, ist die vermehrte sportliche Betätigung an den Schulen. Es muss ja nicht gleich eine ganze Turnstunde sein, welche ich meine, sondern es genügen auch einige entspannende Übungen, die zwischendurch gemacht werden können, um Verspannungen der Muskulatur zu beheben. Ich versteh aber schon, dass solche Aktivitäten natürlich von der Schulleitung ausgehen müssten.
Bis zum nächsten Mal, vielleicht fällt mir noch was ein.

Mit besten Grüßen

Ihr

xafer
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Doris Getreuer
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Beiträge: 5


« Antworten #4 am: Dezember 24, 2009, 09:20:59 »

Lieber Herr Xafer!

Wenn der Selbstwert bei einem Schüler/einer Schülerin stimmt, dann braucht man sich auch keine Sorgen machen,dass er/sie Neues kennen lernen und erkennen will! Wenn die Angst weicht, bei Neuem versagen zu können, dann geht der Erkennungsprozess erst so richtig los Smiley

Viele SchülerInnen blockieren sich aufgrund ihrer Negativerfahrungen im Rahmen der Schule selbst. Viele haben schon oft gehört: "Du bist nicht genügend!" Wenn LehrerInnen diese Worte ausdrücken, dann wahrscheinlich nur, weil ihnen nicht bewusst ist, dass sie mit diesen Worten nicht nur eine Leistung bzw. Handlung ansprechen, sondern die ganze Persönlichkeit des Schülers/der Schülerin treffen.

Ich habe auf meiner Homepage begonnen, Texte von SchülerInnen zu veröffentlichen. Sie ahnen nicht, welche Freude da ausgebrochen ist. Die SchülerInnen sind sowas von dankbar, ich bin ihnen dankbar, sie gehen aufrechter und wollen mehr  Zwinkernd Plötzlich macht alles viel mehr Sinn: Rechtschreibung, Grammatik, Selbstausdruck,....

Dass Bewegung besonders wichtig ist, so denke ich, ist jedem Lehrer bewusst! Genauso sehe ich, dass die LehrerInnen ihr Bestes tun und geben! Glauben Sie mir, Herr Xafer, man könnte diesen Job anders nicht machen, man würde untergehen.

Leider haben wir LehrerInnen gesellschaftlich gesehen - das kommt von der hohen Politik - keinen guten Stand! Wir sind alle faul! Statt dass wir unterstützt werden, werden wir angegriffen und kontrolliert. Bei uns haben unter anderem Menschen das Wort, deren Erfahrungsschatz ausschließlich aus ihrer eigenen Schulzeit herrührt. Es ist zum Verzweifeln.

Erst unlängst bekamen wir LehrerInnen die Weisung von oben uns gegenseitig beobachten zu "müssen" und dann als Berater für den Kollegen/für die Kollegin zu fungieren. Haben sie sich schon ungewollt beraten lassen? Ungewollte Ratschläge - mmmmh, das hat man gern und es fällt auch meistens ganz leicht, diese annehmen zu können. Ja - gute Idee - unterrichten wir von nun an so, wie es andere wollen - wozu authentisch sein? Wahrhaftigkeit, Authentizität, Individualität werden so nur mehr zu irgendwelchen Schlagwörtern.

Ich habe das Glück in einem LehrerInnenteam zu sein, in dem man Probleme ansprechen kann und um Rat fragen kann, ohne Angst haben zu müssen, deshalb eine schlechte Beurteilung zu bekommen. Ich schätze meine KollegInnen sehr! Wir haben einen wertschätzenden Umgang miteinander und unterstützen uns gegenseitig, wo wir nur können. Und jetzt frage ich Sie: Hat diese Weisung mit Wertschätzung zu tun?

Es scheint so, als wäre Wertschätzung auch nur mehr irgendein Wort!

Ich komme jetzt zu meinem Anfang zurück: ...... und wenn die Angst weicht, bei Neuem versagen zu können, dann kann zum Positiven verändert werden!

Frohe Weihnachten und alles Liebe
Doris
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Illeddy09
Gast
« Antworten #5 am: Februar 23, 2010, 11:21:41 »

Also noch mal..
Ich bin zz noch auf einer Privaten realschule...
habe neben der schule noch eine externe prüfung gemacht hs abschluss...
Dann war ich gestern an einer schule um zu fragen ob sie mich nehmen würden,....
der stellvertretende direktor meinte es würde kein problem geben...
der richtige direktor aba meinte da ich ein hs abschluss habe und nache der 9 wechsel könnte ich nur auf die hs wechseln aba nicht auf die rs...
angeblich würde es probleme mit der schulbehörde geben weiß der geier warum...

jez verstanden??

ps ich bin jez in die 10 verszt worden
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