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Ich habe es nicht gewusst

2. April 2013

Liebe Blogger,

einige Fragen von Lesern und Journalisten zu meinem Buch und meine Antworten. Vielleicht haben Sie auch Fragen.

Finanzkrise, Klimawandel, Korruption, Armut, Ungerechtigkeit und Unterdrückung: Kann man es den Menschen verdenken, dass sie angesichts des Zustands unserer Welt resignieren?

Man darf die Augen nicht verschließen. Denn was soll man seinen Kindern später sagen, wenn sie wissen wollen, warum wir das alles nicht verhindert haben? Mein Buch will Möglichkeiten aufzeigen, was jeder einzelne zu einer besseren Welt beitragen kann. Jede Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt.

 

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Der vierte und letzte Tag
der TED 2013

2. März 2013

Liebe Blogger,

der vierte und letzte Tag widmete sich den Fragen „Wer sind wir“ und „Wie können wir die Welt besser machen“:

Der Evolutionsbiologe und Autor des Weltbestsellers „Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen“ konzentrierte sich auf das Thema „Wie gehen wir im Vergleich zu den Stammesgesellschaften mit unseren Alten um?“. Es stammt aus seinem neuen Buch „Vermächtnis: Was wir von traditionellen Gesellschaften lernen können“.

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TED Konferenz Tag 3: Outlaws, Internet, Künstler, Humor und Sex

1. März 2013

Liebe Blogger,

am 3. Tag gab es Outlaws, Internet, Künstler, Humor und Sex:

Kees Moeliker gewann aufgrund seiner Beobachtung von homosexueller Nekrophilie von Enten den Ig Nobelpreis, der von der Harvard Universität für Forschungen vergeben wird, die zuerst zum Lachen und dann zum Nachdenken anregen. Wirklich witzig.

Gute wissenschaftliche Argumente für die menschliche Untreue lieferte Christopher Ryan. Wir sin promiskuitiv wie die Affen und haben durchschnittlich 1.000  Mal Sexualverkehr in unserem Leben. Sein Buch „Sex at Dawn“ ist ein Bestseller in den USA. Kein Wunder.

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Der 2. Tag der TED Konferenz bewegt, begeistert und macht neugierig

28. Februar 2013

Liebe Blogger,

das hat mich heute am 2. Tag der TED Konferenz bewegt, begeistert oder neugierig gemacht:

Als unangekündigter Sprecher erklärte uns Google Gründer Sergey Brin seine Motivation auf  der TED für die Google Brille „Google glass“. Er will unsere Hände von den Smartphones befreien, damit wir wieder unser Gegenüber besser wahrnehmen können. Hier ein kurzer Eindruck!

Heute war in den USA der letzter Tag für early adapters um für $ 1.500 Google glass auszuprobieren. Das ist sehr preiswert, weil das maximale Gebot auf Ebay lag heute bei $ 150.000. Ich traf Sergey Brin dann unmittelbar nach seinem Talk im Lift in meinem Hotel und fragte ihn, wann wir das neue Wunderwerk in Europa kaufen können. Nun,  wir Europäer werden uns wohl noch bis nächstes Jahr gedulden müssen, in den USA kommt die Brille heuer auf den Markt. Ob wir unseren Gesprächspartnern dann die Aufmerksamkeit schenken werden, die wir derzeit unseren Smartphones und iPads widmen, wird sich aber erst zeigen.

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Höhepunkte vom ersten Tag der TED 2013

27. Februar 2013 1 Kommentar

Liebe Blogger,

wie versprochen meine subjektiven Höhepunkte vom ersten Tag der TED 2013 in Long Beach:

Der indische Bildungsvisionär Sugata Mitra erhielt den mit einer Million $ dotierten TED Preis. Eine Entscheidung, die ich zu 100% begrüße. Sugata Mitra fordert unser völlig veraltetes Bildungssystem heraus. Er hat ein einfaches Prinzip entdeckt oder besser wiederentdeckt: Lernen ist in einem sich selbst organisierenden System möglich und formt seine Struktur ohne ausdrückliche Einwirkung von außen. Oder weniger theoretisch: Wenn Kinder Interesse haben, dann findet Bildung statt. Und wenn erst deren Interesse geweckt hat, kommen auch Lernergebnisse, die konkret messbar sind.

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Nie mehr Schule/Immer mehr Freude

1. September 2012 7 Kommentare

Liebe Blogger,

Wenn jemand, der so wie ich kein Lehrer ist und noch dazu keine Kinder hat, seine Komfortzone verlässt und für ein Anliegen kämpft, dann hat er mit drei zutiefst österreichischen Fragen zu rechnen:

  1. Darf der das?
  2. Wer zahlt den?
  3. Wie kann man das verhindern?

Österreich hat genug Bildungsexperten und braucht keine zusätzlichen. Ich habe eine andere Rolle. Mein erstes Buch DER TALENTIERTE SCHÜLER UND SEINE FEINDE hat eine einzige Frage gestellt: Wie gehen wir mit den Talenten unserer Kinder in der Schule um?

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Liebe Blogger,

30. Oktober 2010 5 Kommentare

heute ist Samstag, der 30. Oktober. Es ist jetzt genau sechs Wochen her, dass MEINE LETZTE STUNDE erschienen ist. Wann immer ich die vielen Reaktionen, die ich per Mail erhalten habe lese und beantworte, durchlebe ich ein Gefühlspektrum von „es läuft mir kalt den Rücken hinunter“, über „das ist so ungemein berührend“ bis zu „unglaublich welche Geschichten, das Leben schreibt.“ Was mich am meisten überrascht ist, dass ich mit Ausnahme einer „Totalvernichtung“ von einem deutschen Amazon-Rezensenten keine einzige negative Reaktion erhalten habe.

Was mir auffällt ist,

  • wie feinfühlig und sensibel mir die Leser über ihr eigenes Leben schreiben, ganz im Gegensatz zum angeblich so oberflächlichen Zeitgeist.
  • dass mich viele Leser mit „Lieber Herr Salcher“ statt mit „Sehr geehrter“ ansprechen, sich dafür entschuldigen, dass sie sich so nahe fühlen obwohl sie mich nicht kennen.
  • dass „Carpe diem“ in seinen unterschiedlichsten Interpretationen oft vorkommt.
  • dass viele Menschen auch nach der ausführlichen Schilderung ihrer individuellen Leidensgeschichte sehr versöhnlich auf sich selbst und ihr Leben blicken können.
  • dass, das Buch auch von jungen Lesern angenommen wird.

Zum Abschluss für heute eine Geschichte die zeigt, dass das Buch manchmal auch für Heiterkeit sorgen kann. Mein Freund M. musste sich einer Kehlkopfoperation unterziehen. Im Spital las er bis unmittelbar vor der Operation MEINE LETZTE STUNDE. Als er nach der Gott sei Dank erfolgreichen Operation wieder aus der Narkose erwachte, sah der Chirurg das Buch auf seinem Nachttisch neben dem Bett liegen und sagte: „Sie sind aber kein Optimist.“

Wie geht es mir selbst mit meinem Buch? Ich bin unglaublich dankbar, dass es schon soviele Menschen gelesen haben uns sich auch noch die Mühe gemacht haben mir zu schreiben.

Andreas Salcher

Gedanken und Gefühle – wie man sich seiner letzten Stunde nähern kann

27. September 2010 6 Kommentare

So wie der Stabhochsprung im Zehnkampf der schwierigste Bewerb ist, so ist der Umgang mit seiner letzten Stunde im Leben die Königsdisziplin. Beides erfordert ständige Übung, um die Meisterschaft zu erreichen. Die Auseinandersetzung mit seiner letzten Stunde bringt Gedanken, die oft zu unangenehm sind, um sie überhaupt zulassen zu können. Viele von uns haben nie die Sprache gelernt, um die damit verbundenen Gefühle in Worte zu fassen. Genau diese Gedanken und Gefühle von einem unbekannten Wesen zu einem guten Freund zu machen, ist eine Aufgabe dieses Buches.

Gedichte können helfen, die Sprachlosigkeit in uns selbst zu überwinden und Gefühle in Bilder zu fassen, die wir sonst gar nicht auszudrücken vermögen. Wenn man es selbst spricht, kann ein Gedicht die Grenzen zwischen dem Wort und der Musik überschreiten. Das kurze Gedicht von Erich Kästner, der seine „zwei Gebote“ zum Thema „Memento mori“ formuliert, kann ein schöner Einstieg sein:

Liebe das Leben, und denk an den Tod!
Tritt, wenn die Stunde da ist, stolz beiseite.
Einmal leben zu müssen,
heißt unser erstes Gebot.
Nur einmal leben zu dürfen,
lautet das zweite.

Die letzte Stunde ist kein geheimer Schlüssel, mit dem man den schon gefahrenen Kilometerstand heimlich zurückdrehen kann, aber das beste Navigationsinstrument, das uns hilft, die Ziele, die wir in unserer Zukunft ansteuern, ohne zu große Umwege zu erreichen. Oft treten wir dann besonders fest auf das Gaspedal, wenn wir unser Ziel völlig aus den Augen verloren haben. Gerade wenn wir uns hoffnungslos verirrt haben, kann uns der Gedanke an unsere letzte Stunde helfen, wieder zurück zum rechten Weg zu finden. Sie mahnt uns auch, überhaupt einmal ein Ziel in das Navigationssystem unseres Lebens einzugeben und nicht völlig planlos umherzukurven. Sie zeigt auch zuverlässig an, wenn unser Verbrauch an Lebensenergie zu hoch ist oder wenn wir zu lange im Stillstand verharrt sind. Sie hilft uns dabei, herauszufinden, warum wir eigentlich da sind. Daher sollten wir uns den Besuch der letzten Stunde manchmal erlauben.

Der Gedanke an die letzte Stunde schließt das Leben nicht ab, er macht das Leben auf. – Mache Dir die letzte Stunde zum Freund.

Der verletzte Mensch – Über das Buch

27. September 2010 9 Kommentare

Inhalt

Der talentierte Schüler und seine Feinde

  • Im Laufe unseres Lebens werden wir alle zu Experten: Ausgrenzung, Verrat, Demütigung, Vertrauensbruch, Gleichgültigkeit. Jeder hat schon verletzt. Jeder wurde schon verletzt. Ein unbedachtes Wort kann eine Kindheit zerstören. Eine kleine Unachtsamkeit zu einem Wundbrand in der Seele des anderen führen. Manchmal verletzen wir uns auch selbst, indem wir uns aus mangelndem Mut oder falschem Stolz von unserem Ursprung und unseren eigenen Bedürfnissen trennen.
  • Mit viel Einfühlsamkeit und ohne Scheu vor Tabus entfaltet Andreas Salcher eine Landkarte der verborgenen Verletzungen und fragt: Was unterscheidet Menschen, die an ihren Wunden zerbrechen, von jenen, die sogar daran wachsen? Wie können wir verhindern, dass die Angst vor weiteren Verletzungen unsere Sehnsucht nach Liebe erstickt?
  • Langzeitstudien zeigen, welche Schutzfaktoren Menschen dabei helfen können, auch die schmerzhaftesten Prüfungen des Lebens zu bewältigen. Diese Ergebnisse stimmen in verblüffender Weise mit den Erkenntnissen einiger der bedeutendsten Denker, spirituellen Lehrer und Wissenschaftler überein, die an diesem Buch mitgearbeitet haben. Versöhnen Sie sich selbst und mit der Welt. Denn in Ihrer tiefsten Verletzung liegt Ihr größtes Talent.
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Der talentierte Schüler und seine Feinde – Über das Buch

27. September 2010 10 Kommentare

Die zehn großen Tabus zum Thema Schule:

  • Die Talentvernichtungsindustrie oder warum wir uns die systematische Zerstörung der Talente unserer Kinder in der Schule nicht mehr länger leisten können.
  • Individuelle Begabung als Störfall oder warum Schule versucht, aus talentierten Sprintern schlechte Marathonläufer zu machen.
  • Eine einfache Wahrheit oder warum die besten Schulen der Welt nicht mehr kosten als die schlechtesten.
  • Das Diktat der Mittelmäßigkeit oder warum in der Schule die besten Lehrer gemobbt statt befördert werden.
  • Die dunkle Seite der Ohnmacht oder wie viel Ablehnung und Fehlurteile hält ein junger Mensch aus.
  • Die unerzogene Generation oder warum immer mehr Eltern die Schule für ihr eigenes Versagen verantwortlich machen.
  • Das Schwarze Loch oder wohin die Talente vieler junger Menschen am Weg zum Erwachsenen verschwinden.
  • Prinzip Selbstverantwortung oder wie Eltern die Talente ihrer Kinder richtig fördern können.
  • Schule als Kampftraining oder der harte Weg der Selbsterziehung
  • Der Feind in uns selbst oder was die Freunde des talentierten Schülers von Harry Potter lernen können.

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